Wie wählt man einen Bohrer aus?

Um den richtigen Bohrer für Ihre Tätigkeit zu wählen, müssen Sie zunächst das zu bohrende Material berücksichtigen. Jedes Material hat eine bestimmte Härte und mechanische Eigenschaften. Aus diesem Grund gibt es viele verschiedene Bohrer.

Die wichtigsten Kriterien, die Sie bei der Wahl Ihres Bohrers berücksichtigen sollten, sind die folgenden

  1. Material des Bohrers: HSS oder Wolframkarbid
  2. Die Passform: hängt von der verwendeten Maschine ab.
  3. Durchmesser
  4. Typ des Bohrers: Spiralbohrer, Stufenbohrer, Reibahle, Zentrierbohrer, konischer Bohrer, Einsatz
  5. Beschichtung des Bohrers
  6. Winkel des Bohrers
  7. Bohrerlänge (kurz oder lang)

Sollten Sie einen Vollbohrer oder einen Bohrer mit auswechselbaren Einsätzen wählen?

Einsatzbohrer werden zum Bohren von Löchern mit großem Durchmesser verwendet. Sie sind in der Regel auf Werkzeugmaschinen zu finden. Sie können mit einer viel höheren Geschwindigkeit als Vollbohrer verwendet werden und eignen sich für eine größere Vielfalt an Materialien. Sie sind wirtschaftlicher, weil man die Einsätze ersetzen kann, wenn sie verschlissen sind. Das Auswechseln einer Wendeschneidplatte kann sehr schnell erfolgen. Außerdem haben sie mehrere Schneidflächen pro Einsatz.

Vollbohrer haben den Vorteil, dass sie steifer sind. Sie sind für kleine Durchmesser und enge Toleranzen geeignet. Wenn sie verschlissen sind, können sie leicht nachgeschliffen werden.

Welches Material sollten Sie für Ihren Bohrer wählen?

Bohrer und Schneideinsätze gibt es aus verschiedenen Materialien, die jeweils ihre eigenen Vor- und Nachteile haben.

  • Hartmetallbohrer: für den allgemeinen Gebrauch.
  • HSS-Bohrer (Hochgeschwindigkeitsstahl): höhere Bearbeitungsgeschwindigkeiten, vielseitig und preiswerter als Hartmetallwerkzeuge.
  • Hartmetallbohrer: haben eine viermal höhere Schnittgeschwindigkeit als HSS-Bohrer, sind aber empfindlich. Es ist schwierig, sie zu schärfen.
  • Keramikbohrer: für hohe Temperaturen und noch höhere Schnitt- und Vorschubgeschwindigkeiten ohne Spanbildung am Werkzeug. Sie sind für feuerfeste Materialien geeignet, können aber nicht geschärft werden.

Es gibt auch mehrere Arten von Beschichtungen

  1. Diamantbeschichtung: für abrasive Materialien wie Graphit. Sie hat eine höhere Härte als z. B. CBN-Schichten. Sie verbessert die Verschleißfestigkeit.
  2. CBN-Beschichtung: für behandelte Stahlprodukte über 45-50 HRC, Grauguss, gehärtetes chromlegiertes Gusseisen, Kobalt, Nickel und eisenbasierte Verschleißschutzlegierungen. Sie hat eine bessere Beständigkeit gegen hohe Temperaturen als Diamantbeschichtungen.
  3. PKD-Beschichtung: für Aluminium, Nichteisen- und Edelmetalle (Silber und Gold), Hartmetall (vor dem Sintern), Kunststoffe und Gummi, Titanlegierungen.

Welche Bohrergeometrie sollten Sie wählen?

Es sind mehrere Bohrergeometrien erhältlich:

  1. Spiralbohrer: Dies ist der gängigste Bohrertyp, er wird zum Bohren von Löchern in Holz, Metall, Kunststoff und vielen anderen Materialien verwendet. Die meisten sind aus Hochgeschwindigkeitsstahl (HSS) gefertigt. Sie sind jedoch nicht für Mauerwerk geeignet. Im Allgemeinen benötigen Spiralbohrer keine Vorbohrungen, da sie selbstzentrierend sind. Da es sich um Allzweckbohrer handelt, sind sie eine gute Wahl, wenn Sie kein bestimmtes Projekt im Sinn haben.
  2. Stufenbohrer oder Unibit: Dieser Bohrer hat eine konische Form mit einem stufenförmigen Muster. Sie können mit einem einzigen Bohrer Löcher mit verschiedenen Durchmessern in Holz, Metall und Kunststoff bohren. Diese Art von Bohrer ist am besten geeignet, wenn Sie Bleche bohren wollen.
    Es gibt Bohrer mit spezifischen Geometrien, die sich nach den zu bohrenden Materialien richten.
  3. Bohren in Holz: Bohrer zum Bohren von Holz (oder Holzbohrer) haben in der Regel einen scharfen Zahn am Kopf des Bohrers, um das Zentrieren zu erleichtern.
  4. Bohren in Metall: Bohrer oder Lochsägen sind mit einer Bohrkrone und einer Spitze ausgestattet, um sie zu führen. Um die Lebensdauer und die Leistung der Bohrkrone zu verlängern, sollten Sie die Geschwindigkeit immer verlangsamen.
  5. Bohren in Mauerwerk: Die Bohrkrone für Mauerwerk ist für Ziegel und Beton geeignet. Sie ist in Ihrem Werkzeugkasten leicht zu erkennen, da ihre Spitze oft aus Wolframkarbid gefertigt ist. Maurerbohrer werden immer mit Bohrhämmern oder Bohrhämmern verwendet.

Es gibt drei Arten von Bohrerschäften für Werkzeugmaschinen:

  • Der zylindrische Schaft mit paralleler Fläche, Norm ISO 9766.
  • Der „Morsekegel“-Schaft, der ein dem Morsekegel entsprechendes konisches Bohrfutter erfordert.
  • Der SDS-Schaft, der ein einziehbares SDS-Futter der gleichen Größe für die automatische Montage und das Spannen erfordert.

Quelle: Märkische Diamantwerkzeuge

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.